Bürostuhl-Zuschuss · Ratgeber vom Fachhandel · seit 1931

Zuschuss für den orthopädischen Bürostuhl

Bei Rückenleiden zahlt oft die Rentenversicherung mit. Wir erklären, wie der Antrag läuft, und begleiten Sie von Attest bis Probesitzen.

Ein orthopädischer Bürostuhl kostet spürbar mehr als ein Standardmodell. Was viele nicht wissen: Bei ärztlich attestierten Rücken- oder Gelenkleiden beteiligt sich häufig die Deutsche Rentenversicherung an den Kosten, als sogenannte Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben. Der Haken: Die meisten erfahren davon erst nach dem Kauf, und dann ist es zu spät. Deshalb hier der komplette Weg, so wie wir ihn mit unseren Kunden regelmäßig gehen.

Wer den Zuschuss bekommen kann

Zuständig ist in den meisten Fällen die Deutsche Rentenversicherung: in der Regel dann, wenn Sie mindestens 15 Jahre Beitragszeit haben oder bereits eine Reha hinter sich liegt und der Stuhl hilft, Ihre Erwerbsfähigkeit zu erhalten. Wer die Wartezeit noch nicht erreicht, etwa als Berufseinsteiger, wendet sich an die Agentur für Arbeit. Nach einem Arbeitsunfall oder bei anerkannter Berufskrankheit ist die gesetzliche Unfallversicherung beziehungsweise die Berufsgenossenschaft der richtige Ansprechpartner. Im Zweifel gilt: Antrag stellen, die Träger leiten untereinander weiter.

Der Weg in fünf Schritten

  1. Zum Arzt gehen: Sie brauchen ein Attest oder eine Verordnung mit Diagnose und der Empfehlung eines orthopädischen Bürostuhls. Orthopäde oder Hausarzt, beides ist möglich.
  2. Probesitzen und Kostenvoranschlag: Testen Sie Modelle, die zu Ihrer Diagnose passen, bei uns in der Ausstellung in Augsburg. Wir erstellen den Kostenvoranschlag so, wie die Kostenträger ihn erwarten, mit ausgewiesenen orthopädischen Eigenschaften.
  3. Antrag stellen, unbedingt vor dem Kauf: Bei der Rentenversicherung laufen solche Anträge über die Formulare zur Teilhabe am Arbeitsleben. Attest und Kostenvoranschlag legen Sie bei. Auch formlos gestellte Anträge wahren die Frist.
  4. Bescheid abwarten: Rechnen Sie mit einigen Wochen Bearbeitungszeit. Kaufen Sie in dieser Zeit nicht auf eigene Faust, sonst erlischt der Anspruch.
  5. Kaufen, liefern, einstellen: Nach der Bewilligung liefern wir den Stuhl und stellen ihn persönlich auf Sie ein. Erst mit der richtigen Einstellung wirkt die Orthopädie im Stuhl auch wirklich.

Die wichtigste Regel: erst der Antrag, dann der Kauf

Kostenträger bezuschussen keine bereits gekauften Stühle. Wer den Stuhl vor dem Bescheid bestellt, verliert den Anspruch in aller Regel vollständig. Planen Sie den Vorlauf ein und lassen Sie sich nicht von Lieferängsten treiben: Der Kostenvoranschlag reserviert bei uns nichts und verpflichtet Sie zu nichts.

Welche Stühle als orthopädisch gelten

Gemeint sind Stühle, die deutlich mehr können als die Büronorm: individuell einstellbare Sitzhöhe, Sitztiefe und Sitzneigung, eine anpassbare Lordosenstütze, oft Spezialpolster oder besondere Mechaniken, die Bewegung fördern und Druck gezielt verteilen. Welche Eigenschaften Ihr Stuhl braucht, ergibt sich aus der Diagnose. Genau deshalb beginnt der Weg bei uns mit Probesitzen und nicht mit einem Katalog: Was dem einen Rücken hilft, ist für den anderen falsch.

Nicht aus der Region? So geht es per Video

Der Zuschussweg funktioniert auch ohne Besuch in Augsburg: Beratung und Modellauswahl im Videotermin, der Kostenvoranschlag kommt digital, geliefert wird bundesweit. Die Einstellung des Stuhls begleiten wir anschließend in einem kurzen Videotermin, damit die Orthopädie im Stuhl auch wirklich bei Ihnen ankommt.

Häufige Fragen zum Bürostuhl-Zuschuss

Wie hoch ist der Zuschuss für den orthopädischen Bürostuhl?

Die Höhe legt der Kostenträger im Bescheid fest, üblich ist ein fester Zuschuss zu den Kosten eines orthopädischen Stuhls. Verbindlich ist allein der Bescheid. Wir kalkulieren den Kostenvoranschlag so, dass er die Anforderungen des Trägers erfüllt und nichts Unnötiges enthält.

Was passiert, wenn der Antrag abgelehnt wird?

Gegen den Bescheid ist innerhalb der genannten Frist Widerspruch möglich. Oft lohnt es sich, die ärztliche Begründung zu konkretisieren, etwa mit genauer Diagnose und der Folge für die Arbeitsfähigkeit. Und selbst ohne Zuschuss beraten wir ehrlich, welcher Stuhl das Budget wert ist.

Gilt der Zuschuss auch für das Homeoffice?

Das entscheidet der Kostenträger im Einzelfall. Da immer mehr Menschen dauerhaft von zu Hause arbeiten, werden häusliche Arbeitsplätze zunehmend berücksichtigt. Wichtig ist, dass der Stuhl für die berufliche Tätigkeit gebraucht wird und das Attest das hergibt.

Muss mein Arbeitgeber zustimmen oder zahlen?

Der Antrag bei der Rentenversicherung ist Ihre Sache als versicherte Person, eine Zustimmung des Arbeitgebers braucht es dafür nicht. Unabhängig davon bleibt der Arbeitgeber verpflichtet, einen ergonomisch geeigneten Arbeitsplatz zu stellen. Beides ergänzt sich, ersetzt sich aber nicht.

Worauf es bei der Einstellung des Stuhls ankommt, lesen Sie auf unserer Seite zur Ergonomie am Arbeitsplatz. Modelle und Marken zum Probesitzen finden Sie unter Bürostühle und Sitzmöbel.

Begleitung beim Antrag

Wir kennen den Weg durch die Formulare

Wir haben den Zuschussweg mit Kunden mehrfach begleitet: vom passenden Kostenvoranschlag über die Modellauswahl bis zur Einstellung des Stuhls nach der Bewilligung. Rufen Sie an, bevor Sie kaufen, das ist beim Zuschuss die wichtigste Regel.

Erst der Antrag, dann der Stuhl

Vereinbaren Sie einen Termin zum Probesitzen. Wir erstellen den Kostenvoranschlag für Ihren Antrag gleich mit. Nicht aus der Region? Beratung und Kostenvoranschlag gehen auch per Video, geliefert wird bundesweit.
Beratungstermin vereinbaren